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Geräte in der Alternativmedizin

Iris Magneton

Das von der Stiftung Warentest herausgegebene Buch „Die andere Medizin“ bewertet kritisch alternative Heilmethoden. Über die Magnetfeldtherapie steht folgendes: “Die Wirksamkeit der der Magnetfeldtherapie ist belegt bei Osteoarthrose, diabetischer Neuropathie und bei Unterleibsschmerze.

Die Magnetfeldtherapie ist zur Behandlung dieser Krankheiten geeignet.“ Das Iris Magneton ist ein zugelassenes Medizinprodukt, zertifiziert nach den strengen EN ISO 9001 / EN 46001 Qualitätsnormen und wird in Österreich von einer Firma mit langer Tradition in der Herstellung von medizinischen Geräten gebaut. Die beiliegende Studie der Universitätsklinik in Wien belegt zudem die Wirksamkeit von Iris Magneton.

Die Entwicklung der MFT
von der alternativen zur traditionellen Heilmethode

Im vorliegenden Artikel geht es um die therapeutische Nutzung magnetischer Felder in Form von pulsierenden elektromagnetischen Feldern (PEMF). Im Gegensatz zu Permanentmagneten, die statische Magnetfelder erzeugen, benötigen PEMF einen Stromkreis und eine Stromquelle.

Geschichte der MFT

In den letzten Jahren konnte man immer wieder Berichte von Patienten lesen, die durch die Therapie mit pulsierenden elektromagnetischen Feldern eine signifikante
Besserung ihrer Beschwerden erfuhren. Auch im Leistungssport hat die Anwendung der Magnetfeldtherapie breites Interesse gefunden.

Sicherlich spielen marktwirtschaftliche Interessen, aber auch die Tatsache, dass die MFT zunehmend wissenschaftliche Diskussionen auslöst, eine große Rolle dabei. Dabei ist das alles nicht neu: seit Jahrhunderten werden Magneten dazu benutzt, Schmerzen oder andere Leiden zu lindern, beziehungsweise auch, um zur Steigerung der körpereigenen Energie beizutragen.

Dennoch hat die MFT im Rahmen der Schulmedizin nie wirklich volle Akzeptanz gefunden, und bis heute bleibt sie im Bereich der Komplementärmedizin angesiedelt. Trotz steigender Zahl an veröffentlichten


Wissenschaftliche Kriterien zur Bewertung der MFT

Entscheidend für die objektive Beurteilung eines Therapieansatzes ist es, sich eindeutiger Begriffsdefinitionen zu bedienen. Folgende Definitionen werden in der Folge zur Evaluierung der MFT herangezogen:

  1. Wirksamkeit: beschreibt die Auswirkung eines diagnostischen oder therapeutischen Ansatzes unter idealen, kontrollierten Untersuchungsbedingungen

  2. Effektivität: beschreibt die Auswirkung eines diagnostischen oder therapeutischen Ansatzes unter dem Gesichtspunkt eines spezifischen Gesundheitszustandes / einer Gesundheitsstörung

 

(1) die variable Flussdichte,
(2) die negativ gepolten pulsierenden Wellen,
(3) die Schwingungsfrequenz reichte von 4-13 Hz.Als geeignete Körperstelle
(4) wurde ein Akupunkturpunkt direkt unter dem Schlüsselbein gewählt, die Ausrichtung des Magnetfeldes
(5) verlief senkrecht zum Brustkorb. Die betroffene Körperoberfläche
(6) betrug etwa 4 cm2; die Behandlungszeit
(7) erreichte 8-12 Stunden pro Tag, über einen Zeitraum von zwei Monaten.

Andere Therapiegeräte arbeiten mit reinen Sinusschwingungen oder Sägezahnschwingungen, Rechteckschwingungen, amplitudenmodulierten Sinusschwingungen oder pulsierenden modulierten Schwingungen.

Die Frequenzen können dabei sehr unterschiedlich sein und von 0,1 Hz bis 27 MHz reichen.

Praktische Anwendung / Modalitäten der MFT

Elektromagnetische Felder

Im Rahmen der MFT bedient man sich einer Reihe von verschiedenartigen elektromagnetischen Feldern und Vorrichtungen.

Für die meisten davon gilt, dass das elektromagnetische Feld von einem Wellengenerator erzeugt wird, welcher eine Stromquelle führt, die an die elektromagnetische Spule angeschlossen ist.

Das elektromagnetische Feld, das Richards et al. in ihrer klinischen Studie über die Behandlung von MSPatienten einsetzten, sah beispielsweise folgendermaßen aus:

(1) die variable Flussdichte,
(2) die negativ gepolten pulsierenden Wellen,
(3) die Schwingungsfrequenz reichte von 4-13 Hz.Als geeignete Körperstelle
(4) wurde ein Akupunkturpunkt direkt unter dem Schlüsselbein gewählt, die Ausrichtung des Magnetfeldes
(5) verlief senkrecht zum Brustkorb. Die betroffene Körperoberfläche
(6) betrug etwa 4 cm2; die Behandlungszeit
(7) erreichte 8-12 Stunden pro Tag, über einen Zeitraum von zwei Monaten.

Das elektromagnetische Feld, das Richards et al. in ihrer klinischen Studie über die Behandlung von MSPatienten einsetzten, sah beispielsweise folgendermaßen aus:

Die Apparate variieren auch nach Energiebedarf und Leistungsfähigkeit: so gibt es batteriebetriebene Geräte (3 Volt), die nicht größer als eine Armbanduhr sind, auf der anderen Seite benutzt man Spulen mit 30 cm Durchmesser und einem Energieverbrauch von mehr als 1 Kilowatt.

Trock et al. setzten bei ihren Untersuchungen eine elektromagnetische Spule ein, deren Durchmesser groß genug für beide Beine des Patienten war.Dies bewirkte, dass sich innerhalb der Spule ein homogenes Magnetfeld bilden konnte.

Medizinische Studien über die Wirkung der MFT

Von ausgesuchten 33 doppelblinden Studien zeigten 26 Untersuchungen im Ergebnis positive klinische Effekte der MFT.
Nachfolgend werden einige dieser Studien, nach Krankheitsbildern geordnet, dargestellt.

Neurologische Erkrankungen
Multiple Sklerose (MS)

Richards et al. publizierten kürzlich eine Arbeit mit dem Titel Bioelectromagnetic Applications for Multiple Sclerosis, derzufolge schwache elektromagnetische Felder zu einer verbesserten Nervenregeneration und Gehirnaktivität führen. Zudem zeigten sich Einflüsse auf körpereigene neurochemische Prozesse und das Immunsystem – wichtige Faktoren in Bezug auf Symptomatik und Krankheitsverlauf bei MS. In dieser Arbeit werden auch andere klinische Studien zitiert, aus denen hervorgeht, dass mithilfe des Magnetfeldes statistisch signifikante Verbesserungen sämtlicher mit der Multiplen Sklerose einhergehenden Symptome zu erzielen sind. Die doppelblinde Studie, die Nielsen et al. an 38 MSPatienten durchführten, untersucht die Auswirkung wiederholter magnetischer Stimulation auf die krankheitsbedingten spastischen Lähmungserscheinungen:

 

indem die Probanden über 7 Tage täglich zwei Behandlungen erhielten, konnte festgestellt werden, dass elektromagnetisch pulsierende Felder eine vielversprechende Behandlungsform zur Reduzierung der Spastik darstellen, ein Ergebnis, zu dem auch Guseo kam; darüber hinaus stellte Guseo in seiner Studie fest, dass sich durch eine PEMF-Therapie die im Zusammenhang mit Multipler Sklerose auftretende Inkontinenz abmildern und die Muskelausdauer steigern lässt.

Migräne

Die beiden Studien von Sherman et al. untersuchen die Wirksamkeit der PEMF-Therapie in der Behandlung von Migräne-Patienten. Sowohl in der offenen, als auch in der doppelblinden Studie zeigt sich im Ergebnis eine Abnahme der Anfallshäufigkeit, ein Effekt, der der verbesserten Durchblutung zugeschrieben wird.
Lappin analysierte die Daten von 262 Migränepatienten, die in Großbritannien mit PEMF-Therapiegeräten behandelt worden waren. Die überwiegende Mehrzahl der Befragten (82 %) berichtete, dass sich ihr allgemeiner Zustand zumindest leicht verbessert hatte (um 2 Punkte auf einer 10-stufigen Skala).Volle 60 % jener Patienten, die vor der Therapie unter den heftigsten Beschwerden gelitten hatten (Klassifizierung: 9-10 auf der 10-stufigen Skala), stuften ihren Zustand nach der Behandlung um 5 bis 9 Punkte besser ein. Zu einem ähnlich positiven Ergebnis kam Young in einer früheren Untersuchung.

Schlafstörungen

Die Ergebnisse dieser Studien repräsentativ zeigen im niederenergetischen Bereich eine positive Beeinflussung.

Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates
Arthrose

Was Arthrosen betrifft, so kann man hier auf eine Reihe doppelblinder placebokontrollierter Studien zurückgreifen, die die Wirksamkeit der MFT untermauern. Trock et al. zeigten extrem signifikante Veränderungen in der Verumgruppe, während die Kontrollgruppe bei der Nachfolgeuntersuchung keine Verbesserungen mit statistischer Signifikanz mehr aufweist. Die Autoren schlossen aus diesem Ergebnis, dass PEMF bei schmerzhaften Arthrosen von therapeutischem Nutzen sind.

Knochenheilung

Capanna et al. evaluierten den therapeutischen Nutzen von PEMF bei 47 Patienten, welchen nach einer Tumorresektion ein Knochentransplantat eingesetzt wurde. Im Rahmen der doppelblinden randomisierten Studie zeigte sich sowohl in der Verum- als auch in der Kontrollgruppe zunächst eine einheitliche Heilungsrate von 67 %. Wenn sich die Patienten allerdings keiner postoperativen Chemotherapie unterzogen, konnte ein eindeutiger Effekt der PEMF-Therapie festgestellt werden: während die Patienten in der Kontrollgruppe durchschnittlich 9,4 Monate für die Verheilung ihres Implantates benötigten, war dieser Vorgang in der behandelten Gruppe in durchschnittlich 6,7 Monaten abgeschlossen.

Mooney führte eine randomisierte doppelblinde Studie an 195 Patienten mit lumbar interbody fusions durch. In der Aktivgruppe (98 Probanden) betrug die Erfolgsquote 92 %, während in der Placebogruppe (97 Probanden) nur eine 65 %-ige Erfolgsquote verzeichnet wurde. Diese Ergebnisse demonstrieren die Wirksamkeit elektromagnetischer Felder nach Knochentransplantationen. Eyres et al. untersuchten in einer doppelblinden Studie ebenso wie Bassett (New England JM) an Patienten den Einfluss elektromagnetischer Felder auf Kallusbildung und Osteoporose. Ergebnis: die Magnetfeldtherapie fördert Kallusbildung. hemmt bei Osteoporose unter bestimmten Umständen den Knochenverlust, kann aber nicht zu einer Knochenwiederherstellung führen.

Sharrard et al. behandelten im Rahmen ihrer doppelblinden Multi Center-Studie insgesamt 45 Patienten mit schlechtheilender Tibialfraktur. Sämtliche Patienten trugen Gipsverband und wurden 12 Wochen hindurch mit PEMF behandelt (Aktivgruppe: 20 Probanden, Kontrollgruppe: 25 Probanden). Die verdeckte Auswertung der Röntgenbilder erfolgte durch einen Radiologen, unabhängig davon durch einen orthopädischen Chirurgen. Die beiden Patientengruppen waren nach statistischen Gesichtspunkten vergleichbar.

Die Ergebnisse nach dem exakten Test von Fisher waren bei der Aktivgruppe deutlich besser als bei der Kontrollgruppe (p = 0,002). Der orthopädische Chirurg stellte in der Aktivgruppe bei 9 Patienten eine Frakturheilung fest (bei 11 Fällen: keine Heilung), gegenüber 3 Frakturheilungen und 22 Unverheilten in der Kontrollgruppe. Auch bei diesem Resultat schnitt die Aktivgruppe signifikant besser ab (p = 0.02). Die Autoren schließen aus den Ergebnissen, dass PEMF in Fällen von schlechtheilenden Tibialfrakturen eine äußerst positive Wirkung ausüben.
Schastnyi et al.analysierten die Daten von 508 Patienten (Kindern), die mit einem PEMF-Therapiegerät behandelt worden waren. Die Kinder litten an folgenden Erkrankungen: sehr langsam heilende Frakturen, Kontrakturen, schlecht heilende Wunden, Dekubitus, Trophische Ulcera, Osteochondropathie, Morbus Perthes und Crush-Syndrom. In 75 % - 90 % war die Behandlung effektiv, je nach Grad der Erkrankung oder Verletzung.

Wunden und Ulcera

Eine Reihe anderer Untersuchungen belegt den positiven Effekt der MFT bei Geschwüren. Die randomisierte, doppelblinde klinische Studie von Sarma et al. beschreibt den Effekt von PEMF auf den Heilungsverlauf von Plantargeschwüren bei Leprapatienten.

Zusammenfassung der Ergebnisse / Schlussfolgerungen

Seit Jahrhunderten weiß man um die Wirkung von Magneten zur Linderung von Schmerzen oder anderen Beschwerden, doch erst in jüngster Zeit hat man diesbezüglich wissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen. Die eindrucksvollen Resultate randomisierter doppelblinder klinischer Studien genauso wie die guten Erfahrungen, die man bei einer großen Anzahl von Fallstudien machen konnte, deuten darauf hin, dass sich die Therapie mit pulsierenden elektromagnetischen Feldern sehr bald als wichtige Behandlungsmethode im Rahmen der Schulmedizin etablieren wird.


Besonders vielversprechend scheint die PEMF-Therapie bei Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates, bei neurologischen Erkrankungen, Schmerzen und Schlafstörungen zu sein.Viele wissenschaftliche Untersuchungen müssen allerdings noch folgen, um eine breite Anerkennung zu erlangen und den breiten Einsatz der MFT zu rechtfertigen, vor allem aber einheitliche Standards erstellt und Grundlagenforschung betrieben werden.   

Wichtige technische Begriffe:

Magnetische Flussdichte:

Die magnetische Flussdichte bzw. Induktion B ist das Produkt von magnetischer Feldstärke H und magnetischer Permeabilität, wird in Tesla gemessen und ist als wichtigster Parameter zu sehen. Da es sich dabei um eine sehr hohe Einheit handelt, wird sie meist in mT angegeben.
1 Tesla = 1Vs/m2
Auch eine alte Einheit taucht noch immer auf und zwar Gauss.
Unterschied:Tesla bezieht sich auf m2 und Gauss nur auf cm2.

Deshalb ist 1 Gauss auch 10.000 mal kleiner als 1 Tesla!

Um diverse Angaben gegenüberstellen zu können verwenden Sie untenstehende Umrechnungsbeispiele:

10 mT = 10.000 µT = 10.000.000 nT ( 100 G)
4 mT = 4.000 µT = 4.000.000 nT (40 G)
1,6 mT = 1.600 µT = 1.600.000 nT (16 G)
0,16 mT = 160 µT = 160.000 nT (1,6 G)
0,06 mT = 60 µT = 60.000 nT (0,6 G)
0,031 mT= 31,78 µT = 31.780 nT(0,31 G)
Erde,Messpunkt: Leoben

Abkürzungen:
m = Milli ist der 1.000 Teil
µ = Mikro ist der 1.000.000 Teil
n = Nano ist der 1.000.000.000 Teil
p = Piko ist der 1.000.000.000.000 Teil

Bei exakten Vergleichen der magnetischen Flussdichte ist auch eine einheitliche Messmethode erforderlich und zwar nach ÖNORM S 1119. (Bei anderen punktförmigen Messungen kann leicht ein fünf Mal so hoher Wert vorgetäuscht werden). Die Intensität nimmt mit dem Quadrat der Entfernung vom Entstehungspunkt ab und muss daher ausreichend hoch sein.

Ein Zusammenhang zwischen gemessener Aufnahmeleistung und magnetischer Flussdichte kann hergestellt werden.

Ein Gerät mit 80 VA hat eine wesentlich größere magnetische Flussdichte als ein Gerät mit 10 VA.

Frequenz:

Die Geschwindigkeit, mit der sich die Perioden der Wechselspannung wiederholen, wird als Frequenz bezeichnet und in Hertz (Hz [1/s]) angegeben.

f=1/T f...Frequenz T...Periodendauer

Beispiel: Dauert eine Periode 1 Sekunde, beträgt die Frequenz 1 Hz.
Dauert eine Periode 0,001 Sekunden, beträgt die Frequenz 1000 Hz.
Der vorwiegend verwendete Frequenzbereich liegt zwischen 0,1 Hz und 200 Hz.

Top-Geräte decken einen Frequenzbereich zwischen 0,1 Hz und 15000 Hz ab und bieten auch die Möglichkeit des Frequenzscans [= ansteigende und abfallende Frequenz] an.

Bei vielen Anwendungen wird lt. Studien eine fixe Frequenz verwendet, in diesen Fällen muss das Gerät die Programmierbarkeit auf eine exakte Frequenz

(z.B.: 7,83Hz) bieten, Impulspakete sind dafür nicht ausreichend.

Signalform:

Sinusform

Die Funktionsgleichung zur Beschreibung der sinusförmigen Wechselspannung lautet:
u(t) = u(Spitze)sin(?t) Kreisfrequenz ? = 2 p /T = 2 p f

Rechteckform

Sägezahnform


Die Sinnhaftigkeit dieser Signalform lässt sich technisch auf Grund der besseren Induktion gegenüber einer einfachen Sinusform eindrucksvoll beweisen.

Auch sollte man hier den Piezoeffekt, welcher im Bereich des Knochens wichtig ist, nicht unterschätzen. Impulspakete (Multiresonanzsignal/Multisinus/Sondersignale) Impulspakete können ein total unterschiedliches Aussehen haben.

Achtung: Viele noch so toll beschriebene Signale finden in ernsthaften Studien keine Verwendung, da häufig exakte Frequenzeinstellungen in Bereichen von 0,1 Hz bis zu 15.000 Hz erforderlich sind. Limitierende Signalformen wie zum Beispiel Multiresonanz (möglicherweise auch noch mit einer zu niedrigen magnetischen Flussdichte), welche oft in der Werbung angeführt werden, sind zu hinterfragen.

Weitere Signalformen:

Neben den oben beschriebenen Signalen gibt es auch MPST (oder PST) Signale. Diese Signalform wird nur von wenigen innovativen Herstellern angeboten und wird bei Spezialgeräten zur Behandlung von Knorpelschäden eingesetzt. Seit April 2002 gibt es einen österreichischen Hersteller, welcher dieses Signal neben den Grundsignalformen bereits im Basisgerät anbietet.

Empfehlung: Für den universalen Einsatz sollten die Grundformen - Sinus, Rechteck (Impulse/MPST) und Sägezahn (Dreieck) enthalten sein.

Zusätzliche Impulspakete (Multiresonanz) sind eventuell als Option für einige Anwendungsbereiche von Vorteil.

Tipp: Bei modularen Geräten kann man eventuell nicht sofort benötigte Signalformen zu einem späteren Zeitpunkt nachkaufen.

Achtung: Die Anzahl der Programme, die von manchenFirmen in den Vordergrund gestellt wird, bezieht sich meist nur auf eine Signalform, weil diese Geräte nur Sinus oder Multiresonanz als Signalform haben.

Permanentmagnete oder Wechselfeldsysteme:

Bei rein technischer Betrachtung sind die Induktion und der Piezoeffekt für die positiven Wirkungen ausschlaggebend.

Dies wird bei Wechselfeldsystemen durch Umpolungen erreicht. Umpolungen sind bei Permanentmagneten nicht möglich, deshalb werden fast nur mehr Wechselfeldtherapiesysteme angeboten. (Man müsste die Dauermagnete rasch umdrehen, bis zu 15.000-mal in der Sekunde.Alte Geräte, die vor 40 Jahren im Einsatz waren, verwendeten deshalb rotierende Magnete, um diese Umpolungen durchzuführen.)

Bei einem universalen Einsatz ist eine Zuschaltung eines Gleichfeldes vorteilhaft, da es auch positive Studien nur mit Gleichfeld gibt. Diese Gleich feldzuschaltung wird als Nord- oder Süd-Zuschaltung oder bei modernen Geräten als Unipolar-Mode bezeichnet.

Spulen oder Mattengeräte?

Ganzkörperspulen und Teilkörperspulen haben eine homogenere Feldlinienverteilung, meist auch eine höhere mag. Flussdichte. Da sie sehr sperrig und auch meist teurer sind, wurden sie zumindest im Heimbereich von Mattengeräten verdrängt. 

Um diesen Nachteil auszugleichen, haben innovative Produzenten deshalb die Möglichkeit eines dualen (gleichzeitigen) Applikatorbetriebes geschaffen. Diese Systeme können verschiedene Applikatoren wie Matte, Kissen, Spulen steuern.
Durch den gleichzeitigen Einsatz von zwei Applikatoren kann somit die oft notwendige magnetische Flussdichte von 3-4 mT erreicht werden.

Achtung: Leider gibt es in letzter Zeit auch Hersteller, die Spulen mit niedriger magnetischer Flussdichte anbieten und daher die Auswahl erschweren.

Welche magnetische Flussdichte benötigt man?

Die Stärke der magnetischen Kraft spielt eine entscheidende Rolle. Greift man auf wissenschaftliche Arbeiten mit randomisiertem, doppelblindem und plazebokontrolliertem Design zurück wie z.B. „Klinische Wirksamkeiten der Magnetfeldtherapie - Literaturübersicht Universitätsklinik Wien für Physikalische Medizin und Rehabilitation“ - wurden bei positiven Studien vorwiegend hohe magnetische Flussdichten im Bereich zwischen 0,2 mT und 10 mT verwendet.

Für Mattengeräte sind diese Werte bereits schwer zu erreichen und deshalb meist in der höheren Preisklasse anzutreffen, außerdem gibt es nur wenige Hersteller die dieses wichtige Kriterium erfüllen. Bei manchen seltenen Applikationen sind wiederum sehr niedrige mag. Flussdichten optimal (Parkinson).

Vorsicht: Die angegebenen Werte sind oft schwer miteinander zu vergleichen, da von einigen Firmen die Messung nicht nach ÖNORM S 1119 durchgeführt wird. Durch diese Tatsache sind auch unterschiedliche Werte erklärbar. [eine Angabe von 8,5 mT (85 G) gemessen im Kissen würde an der Applikatoroberfläche je nach Bauart lt. ÖNORM S 1119 nur mehr - 1,6 mT betragen].

Geräte mit hoher magnetischer Flussdichte sind aufwendiger und meist teurer in der Herstellung, deshalb verwenden viele Hersteller von Wellness-Geräten oft nur niedrige magnetische Flussdichten im Bereich des Erdmagnetfeldes zwischen 30 µT und 60 µT.

Manche Hersteller versuchen aber trotzdem, diese Geräte als universale Therapiegeräte zu verkaufen.

Achtung: Die magnetische Flussdichte (Bezeichnungen: Kraft, Energie, und meist von unqualifizierten Beratern als Feldstärke beschrieben) wird oft in % angegeben. Dieser %uelle Wert bezieht sich immer auf die maximale Energie des jeweiligen Gerätes und gibt keine Auskunft über die tatsächliche Flussdichte! Auch bei Laienvorträgen wird oftmals, wenn man auf die Leistung zu sprechen kommt, auf eine Leistungssteigerung auf 150% hingewiesen.Dies bedeutet aber letztlich nur eine Steigerung von ca. 30µT auf 45µT.Es wird also die lt. Studienzusammenfassung - Acta Medica für viele Anwendungen absolut notwendige magnetische Flussdichte von 200µT bis 10.000µT nicht erreicht.

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